Heute war nun also der ganz grosse Tag. Nach über 8 Jahren wird die von Reto Wehrli angestossene Debatte zum gemeinsamen Sorgerecht endlich im Nationalrat debattiert.
Viel Zeit ist vergangen, viel wurde geschrieben, dafür und dagegen. Die Gesellschaft hat sich entwickelt in dieser Zeit, von völligem Unverständnis für die Vorstellung der gemeinsamen elterlichen Sorge hin zur Erkenntnis, dass die von uns postulierten Ideen dem Zeitgeist und der modernen Gesellschaft entsprechen.
Trotz Störmanöver aus vorwiegend linken Kreisen hat der Nationalrat heute souverän die Vorlage durchdebattiert, hat sich nicht beirren lassen durch die mehr oder weniger durchsichtigen Manöver einzelner SP-Exponenten, welche versuchten, durch die Hintertür die Vorlage wieder zu kippen.
Die Eintrittsreferate der einzelnen Fraktionssprecher waren teilweise fulminante Reden zugunsten der gemeinsamen elterlichen Sorge.
Die Abstimmungen über die wesentlichen Detailanträge haben heute stattgefunden. Aufgrund der Störanträge der SP dauerte die Debatte jedoch wesentlich länger als ursprünglich geplant, sodass letztlich einige Detailanträge sowie die Schlussabstimmung auf morgen Mittwoch verschoben werden musste. Das ist aber nicht weiter schlimm, inhaltlich ist die Diskussion durch, die wesentlichen Abstimmungen gemacht. Die Schlussabstimmung wird wohl morgen mit ähnlichen Mehrheitsverhältnissen durchgehen, wie die einzelnen Abstimmungen heute ausfielen. Im Gegenteil wird sich morgen in der Schlussabstimmung wohl zeigen, wie geschlossen die SP-Fraktion tatsächlich stimmt, wenn es dann um Einzelmeinungen geht.
Ein grosser Tag hat heute stattgefunden. Die grosse Kammer unseres Parlamentes hat bewiesen, dass sie für den Paradigmenwechsel bereit ist. Die Gesellschaft hat sich verändert, das Gesetz folgt nun endlich diesen Realitäten.
Mein Dank geht an alle jene, die sich dafür eingesetzt haben, diesen heutigen Tag so stattfinden zu lassen. An all die zahlreichen Freiwilligen aus unseren Reihen, aber auch an all die engagierten Nationalräte und Nationalrätinnen, die heute Farbe bekannt haben und zu ihren Überzeugungen gestanden sind.
Wer übrigens gerne Details hat findet diese hier. Gibt man das Datum 25. September 2012 ein, kann man im Detail nachschauen, welcher Parlamentarier zu welchem Thema wie abgestimmt hat.
Volle Transparenz quasi.
Dienstag, 25. September 2012
Samstag, 22. September 2012
Männerkongress 2012
Die letzten zwei Tage waren hochspannend. Zwei Tage geballte Information zu wissenschaftlichen Themen rund um Scheidung und Folgen für die Kinder.
Ich habe unglaublich viele neue Fakten gelernt und gehört, Fakten welche wissenschaftlich ermittelt wurden und teilweise überraschende Ergebnisse produzieren.
Auch die Wissenschaft beweist, dass Kinder am besten aufwachsen, wenn sie einen guten Kontakt zu ihren beiden Eltern haben können.
Auch hier kam, wie schon am Donnerstag in Köln, klar zum Ausdruck, dass das Doppelresidenzmodell die vermutlich beste Lösung für die Kinder, aber auch für die Erwachsenen ist. In dieser Wohnform haben die Kinder beide Eltern zur Verfügung, in möglichst gleichmässiger Verteilung. Beide Eltern können nebst der Kinderbetreuung auch beruflich aktiv bleiben, was übrigens auch wieder wissenschaftlich belegbar zu höherer Zufriedenheit führt.
Nebst den interessanten Vorträgen und Studien blieb auch das Networking nicht auf der Strecke. Unzählige, hochspannende Menschen nahmen am Kongress teil, es ergaben sich wieder neue Vernetzungen und spannende Gespräche am Rande des Kongresses.
Das auf der Website www.maennerkongress2012.de veröffentlichte Schluss-Statement lässt hoffen, dass diese Resultate nun auch in das Bewusstsein der Öffentlichkeit einfliessen.
Jetzt bin ich auf dem Heimweg mit dem Zug. Zeit genug, die Informationen sacken zu lassen.
Ich habe unglaublich viele neue Fakten gelernt und gehört, Fakten welche wissenschaftlich ermittelt wurden und teilweise überraschende Ergebnisse produzieren.
Auch die Wissenschaft beweist, dass Kinder am besten aufwachsen, wenn sie einen guten Kontakt zu ihren beiden Eltern haben können.
Auch hier kam, wie schon am Donnerstag in Köln, klar zum Ausdruck, dass das Doppelresidenzmodell die vermutlich beste Lösung für die Kinder, aber auch für die Erwachsenen ist. In dieser Wohnform haben die Kinder beide Eltern zur Verfügung, in möglichst gleichmässiger Verteilung. Beide Eltern können nebst der Kinderbetreuung auch beruflich aktiv bleiben, was übrigens auch wieder wissenschaftlich belegbar zu höherer Zufriedenheit führt.
Nebst den interessanten Vorträgen und Studien blieb auch das Networking nicht auf der Strecke. Unzählige, hochspannende Menschen nahmen am Kongress teil, es ergaben sich wieder neue Vernetzungen und spannende Gespräche am Rande des Kongresses.
Das auf der Website www.maennerkongress2012.de veröffentlichte Schluss-Statement lässt hoffen, dass diese Resultate nun auch in das Bewusstsein der Öffentlichkeit einfliessen.
Jetzt bin ich auf dem Heimweg mit dem Zug. Zeit genug, die Informationen sacken zu lassen.
Donnerstag, 20. September 2012
Fachtagung Doppelresidenz am 20.9.2012 in Köln
Heute Donnerstag fand in Köln eine Fachtagung des Väteraufbruch für Kinder statt. Das Thema lautete "Doppelresidenz". Da ich ohnehin unterwegs Richtung Düsseldorf bin, für den Männerkongress 2012, habe ich beschlossen, bereits heute auf die Reise zu gehen und in Köln Zwischenstation zu machen.
Das Modell der Doppelresidenz, auch Wechselmodell genannt, ist in der Schweiz ja noch ziemlich unbekannt. Umso wichtiger ist es, dass wir auch hierzulande bald mehr zu diesem überzeugenden Konzept erfahren.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht, besonders erfreulich war der hohe Anteil von Fachleuten im Publikum. Neben Anwälten und Richtern, sah man auch Mitarbeiter von Jugendämtern sowie Psychologen und Mediatoren.
Die Referenten vermochten die Vorteile der Doppelresidenzlösung überzeugend darzulegen.
Alles in allem ein sehr interessanter, und lehrsamer Anlass.
Übrigens: Die 3 zentralen Referenten und Referentinnen werden am 10. Dezember in Zürich an einer VeV Veranstaltung auftreten. Details folgen demnächst auf der VeV Website.
Stay tuned!
Das Modell der Doppelresidenz, auch Wechselmodell genannt, ist in der Schweiz ja noch ziemlich unbekannt. Umso wichtiger ist es, dass wir auch hierzulande bald mehr zu diesem überzeugenden Konzept erfahren.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht, besonders erfreulich war der hohe Anteil von Fachleuten im Publikum. Neben Anwälten und Richtern, sah man auch Mitarbeiter von Jugendämtern sowie Psychologen und Mediatoren.
Die Referenten vermochten die Vorteile der Doppelresidenzlösung überzeugend darzulegen.
Alles in allem ein sehr interessanter, und lehrsamer Anlass.
Übrigens: Die 3 zentralen Referenten und Referentinnen werden am 10. Dezember in Zürich an einer VeV Veranstaltung auftreten. Details folgen demnächst auf der VeV Website.
Stay tuned!
Labels:
Doppelresidenz,
Hildegund Sünderhauf,
Jan Piet de Man,
Köln,
VafK
Standort:
Köln, Deutschland
Donnerstag, 10. Mai 2012
"wer schlägt der geht" - aber wer schlägt denn?
Heute nahmen wir zu Dritt an einem von uns mit initiierten Podiumsgespräch zu häuslicher Gewalt teil. Mit auf dem Podium sass eine Vertreterin des Frauenhaus Zürich Oberland sowie der zuständige Beamte der Kantonspolizei Zürich. Diese Zusammensetzung war von uns angeregt worden und von den Veranstaltern so übernommen worden.
Die Diskussion mit den jungen Menschen der Berufsmittelschule war angeregt und spannend, auf den Gesichtern war offensichtlich, dass wir sie zum Nachdenken angeregt hatten.
Gerade die ausgewogene Besetzung welche beiden Seiten (Gewalt gegen Frauen / Gewalt gegen Männer) Raum liess, bewirkte, dass das Podium sehr überzeugend ankam.
Auf jeden Fall überlegt sich die Schule, diese von einigen Schülerinnen als Abschlussarbeit angelegte Projekt von Schulseite nochmals zu wiederholen, um es als Teil der Ausbildung allen Schülern zugänglich zu machen. Wir haben uns natürlich sofort dafür zur Verfügung gestellt.
Die Diskussion mit den jungen Menschen der Berufsmittelschule war angeregt und spannend, auf den Gesichtern war offensichtlich, dass wir sie zum Nachdenken angeregt hatten.
Gerade die ausgewogene Besetzung welche beiden Seiten (Gewalt gegen Frauen / Gewalt gegen Männer) Raum liess, bewirkte, dass das Podium sehr überzeugend ankam.
Auf jeden Fall überlegt sich die Schule, diese von einigen Schülerinnen als Abschlussarbeit angelegte Projekt von Schulseite nochmals zu wiederholen, um es als Teil der Ausbildung allen Schülern zugänglich zu machen. Wir haben uns natürlich sofort dafür zur Verfügung gestellt.
Mittwoch, 9. Mai 2012
Für die Familie - Pro Familia
Heute fand die Mitgliederversammlung von Pro Familia statt. Wie immer ein sehr spannender Anlass welcher einen Einblick in die schweizerische Familienpolitik gibt. Besonders interessant diesmal der Rückblick auf 70 Jahre Geschichte der Pro Familia. Die Erkenntnis, dass dieser Verband schon so lange die Familienpolitik beeinflusst hat mich sehr beeindruckt.
Unsere Arbeit in den beiden Arbeitsgruppen wurde erneut sehr gelobt - überhaupt sind wir sehr gern gesehen und das ist erfreulich weil nicht selbstverständlich.
Das von Pro Familia erstellte Portal www.jobundfamilie.ch wurde vorgestellt und wir haben spontan beschlossen, dieses wichtige Tool auf unserer Website ebenfalls zu veröffentlichen.
Unsere Arbeit in den beiden Arbeitsgruppen wurde erneut sehr gelobt - überhaupt sind wir sehr gern gesehen und das ist erfreulich weil nicht selbstverständlich.
Das von Pro Familia erstellte Portal www.jobundfamilie.ch wurde vorgestellt und wir haben spontan beschlossen, dieses wichtige Tool auf unserer Website ebenfalls zu veröffentlichen.
Montag, 30. April 2012
rundherum es ist nicht schwer
Heute fand in Bern der angekündigte zweite runde Tisch unter der Leitung von Bundesrätin Sommaruga statt. Thema diesmal - die Neuregelung des Unterhaltsrechtes. Mehr oder weniger die gleichen Personen wie schon am ersten runden Tisch fanden sich erneut ein, dies war durchaus so beabsichtigt. Interessant waren insbesondere die Statements, bzw. eben Nicht-Statements der einzelnen Organisationen. So war insbesondere von der Frauenseite relativ wenig konkretes zu hören, wie denn nun das Gesetz geregelt werden könnte. Auch der Vorentwurf des Bundesamtes für Justiz klang seltsam farblos, lustlos und ideenarm. Es scheint als wollten alle etwas neues, aber niemand weiss so genau was.
Die Väterorganisationen traten ziemlich geschlossen mit der Position 50/50 auf - wir vertraten die Ansicht, dass es eigentlich kein Unterhaltsrecht braucht, wenn sich Eltern auf 50/50 einigen, bzw. sich von dort aus in gemeinsamen Verhandlungen auf einen anderen Satz sowie die zugehörigen Ausgleichszahlungen einigen. Unser Vorschlag wurde mit Interesse gehört - Kommentare sprachen davon, dass es überraschend sei, dass die 50/50-Idee jetzt von Männerseite her kommt.
Insgesamt blieb der Anlass aber seltsam farblos - nichtsdestotrotz war es natürlich ein sehr wichtiger Tag. Zum ersten Mal sitzen Väterorganisationen in der Frühphase eines Gesetzesprojektes bereits am Tisch und diskutieren mit. Diesmal können wir von Anfang an Einfluss nehmen und das ist ein enormer Fortschritt.
Die Väterorganisationen traten ziemlich geschlossen mit der Position 50/50 auf - wir vertraten die Ansicht, dass es eigentlich kein Unterhaltsrecht braucht, wenn sich Eltern auf 50/50 einigen, bzw. sich von dort aus in gemeinsamen Verhandlungen auf einen anderen Satz sowie die zugehörigen Ausgleichszahlungen einigen. Unser Vorschlag wurde mit Interesse gehört - Kommentare sprachen davon, dass es überraschend sei, dass die 50/50-Idee jetzt von Männerseite her kommt.
Insgesamt blieb der Anlass aber seltsam farblos - nichtsdestotrotz war es natürlich ein sehr wichtiger Tag. Zum ersten Mal sitzen Väterorganisationen in der Frühphase eines Gesetzesprojektes bereits am Tisch und diskutieren mit. Diesmal können wir von Anfang an Einfluss nehmen und das ist ein enormer Fortschritt.
Sonntag, 15. April 2012
VeV goes Europe
An diesem Weekend hattten wir die seltene Gelegenheit, einen ausländischen Fachmann für das Doppelresidenzmodell bei uns zu beherbergen. Jan Piet de Man war während 2 Tagen unser Gast und wir profitierten davon, mit ihm über die Umsetzung der Doppelresidenz in Belgien zu diskutieren.
Am Samstag waren rund 8 Personen anwesend, auch am Nachtessen wurde eifrig weiter diskutiert. Am Sonntag dann genossen wir zu viert noch einen feinen Brunch im ZwüscheHalt - dann reiste Jan Piet weiter nach Karlsruhe. Ich möchte ihm auch an dieser Stelle herzlich danken für seine wertvollen Inputs.
Am Samstag waren rund 8 Personen anwesend, auch am Nachtessen wurde eifrig weiter diskutiert. Am Sonntag dann genossen wir zu viert noch einen feinen Brunch im ZwüscheHalt - dann reiste Jan Piet weiter nach Karlsruhe. Ich möchte ihm auch an dieser Stelle herzlich danken für seine wertvollen Inputs.
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