Montag, 30. April 2012

rundherum es ist nicht schwer

Heute fand in Bern der angekündigte zweite runde Tisch unter der Leitung von Bundesrätin Sommaruga statt. Thema diesmal - die Neuregelung des Unterhaltsrechtes. Mehr oder weniger die gleichen Personen wie schon am ersten runden Tisch fanden sich erneut ein, dies war durchaus so beabsichtigt. Interessant waren insbesondere die Statements, bzw. eben Nicht-Statements der einzelnen Organisationen. So war insbesondere von der Frauenseite relativ wenig konkretes zu hören, wie denn nun das Gesetz geregelt werden könnte. Auch der Vorentwurf des Bundesamtes für Justiz klang seltsam farblos, lustlos und ideenarm. Es scheint als wollten alle etwas neues, aber niemand weiss so genau was.
Die Väterorganisationen traten ziemlich geschlossen mit der Position 50/50 auf - wir vertraten die Ansicht, dass es eigentlich kein Unterhaltsrecht braucht, wenn sich Eltern auf 50/50 einigen, bzw. sich von dort aus in gemeinsamen Verhandlungen auf einen anderen Satz sowie die zugehörigen Ausgleichszahlungen einigen. Unser Vorschlag wurde mit Interesse gehört - Kommentare sprachen davon, dass es überraschend sei, dass die 50/50-Idee jetzt von Männerseite her kommt.

Insgesamt blieb der Anlass aber seltsam farblos - nichtsdestotrotz war es natürlich ein sehr wichtiger Tag. Zum ersten Mal sitzen Väterorganisationen in der Frühphase eines Gesetzesprojektes bereits am Tisch und diskutieren mit. Diesmal können wir von Anfang an Einfluss nehmen und das ist ein enormer Fortschritt.

Sonntag, 15. April 2012

VeV goes Europe

An diesem Weekend hattten wir die seltene Gelegenheit, einen ausländischen Fachmann für das Doppelresidenzmodell bei uns zu beherbergen. Jan Piet de Man war während 2 Tagen unser Gast und wir profitierten davon, mit ihm über die Umsetzung der Doppelresidenz in Belgien zu diskutieren.
Am Samstag waren rund 8 Personen anwesend, auch am Nachtessen wurde eifrig weiter diskutiert. Am Sonntag dann genossen wir zu viert noch einen feinen Brunch im ZwüscheHalt - dann reiste Jan Piet weiter nach Karlsruhe. Ich möchte ihm auch an dieser Stelle herzlich danken für seine wertvollen Inputs.

Donnerstag, 12. April 2012

es dreht sich das innerwheel

Heute Abend hatte ich die Ehre, an einer Veranstaltung der Aargauer Innerwheel-Organisation unseren Verein und unsere Projekte vorzustellen. Es war sehr interessant, da hier sowohl gesellschaftliche Realitäten wie auch Vorstellungen aufeinander trafen. Viele der Mitglieder dieser Frauenorganisation sind schon im gesetzten Alter und hatten sich bislang nie mit dieser Seite der Thematik auseinandergesetzt. Mein Vortrag wurde aber wohlwollend und mit viel Interesse aufgenommen und es bleibt zu hoffen, dass uns dieser Abend eine Tür öffnet in Bereiche die uns bislang verschlossen blieben.

Mittwoch, 28. März 2012

Kinder im Zentrum

Heute fand eine spannende Sitzung bei der Stiftung Kinderschutz Schweiz statt. In einer Gruppe von Fachleuten aus den Bereichen Mediation, Kinderanhörung, Kinderschutz und natürlich dem VeV diskutiereten wir mögliche Synergien und gemeinsame Berührungspunkte. Das Gespräch war hochinteressant und eine Fortsetzung ist zu erwarten.

Donnerstag, 22. März 2012

SHZ Aargau zum Letzten?

Heute fand in Aarau ein denkwürdiges Treffen des Selbsthilfezentrum Aargau (SHZ) statt.
Nach gut 4 Jahren verlässt die Leiterin des SHZ Linda Häfeli das Zentrum auf Mitte April, eine Nachfolgerin ist noch nicht bekannt. Damit endet eine Aera des Aufbaus und der Vernetzung im Aargau. Linda Häfeli hat vieles bewirkt für die unzähligen grossen und kleinen Selbsthilfegruppen im Aargau. Sie war stets da für alle Anliegen und hat wo immer möglich auch ihren Einfluss geltend gemacht. So hat sie auch uns manch eine Tür geöffnet, im Dschungel des von Frauennetzwerken geprägten Sozialwesens.
Das SHZ verliert mit Linda Häfeli eine engagierte und motivierte Mitarbeiterin, es bleibt abzuwarten, wie es nun mit dem SHZ weitergeht.
An dieser Stelle daher ein Dankeschön an Frau Häfeli, für die umsichtige und wie stets perfekte Organisation auch des letzten Gesamtgruppentreffens.

Auch in St. Gallen hat's Männer

Bin auf dem Rückweg von einem interessanten Workshop in St. Gallen. Thema "Was für Beratung brauchen Männer?".
Erstaunliches gibt es zu berichten, etliche Beratungsstellen und Behördenmitglieder haben den Weg in den Workshop organisiert vom Forum mann gefunden.
Die Diskussionen waren angeregt, einmal mehr zeigte sich, dass das zentrale Beratungsthema in der Mànnerberatung stets mit Trennung/Scheidung zu tun hat. Fachstellen wie die Suchtberatung aber auch Amtsvormundschaften sind sehr interessiert an unseren Angeboten und haben unsere Flyer fleissig eingepackt. In der zweiten Hälfte gab es dann zwei Gruppen, welche sich mit dem Thema beschäftigten, was denn noch zu tun war. Lustig dann das Resultat der zweiten Gruppe: Es benötige in St. Gallen dringend eine niederschwellige Anlaufstelle für Männer in Trennung und Scheidung. Die Anlaufstelle sollte möglichst nicht wie eine Amtsstelle wirken, niederschwellig die Männer ansprechen, Berührungsängste abbauen etc. Idealerweise in Form eines regelmässigen Treffens, vorzugsweise an Randzeiten.
Da musste ich natürlich schon ein bisschen lachen, und habe dann die Teilnehmer der zweiten Gruppe darüber aufgeklärt, dass genau dieses Angebot schon seit Jahren existiert, auch in St. Gallen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die St. Galler Behörden und Fachstellen heute gelernt haben, dass es den VeV gibt, und dass es ihn auch in St. Gallen gibt.

Auch André konnte fleissig Werbung machen für den ZwüscheHalt, ebenfalls ein Angebot welches mit grossem Interesse aufgenommen wurde.

Mittwoch, 21. März 2012

Nationales Koordinationsmeeting

Heute fand in Olten wieder ein Koordinationsmeeting der Väterorganisationen statt. Vertreter des Dachverbands GeCoBi trafen sich mit Vertretern des westschweizer Verbandes CROP um über die nächsten Schritte bezüglich der nationalen Politik zu diskutieren. Hauptthema ist natürlich nach wie vor die anstehende Debatte zum gemeinsamen Sorgerecht welche in den nächsten Sessionen des Nationalrates erwartet wird. Es wurden verschiedene Szenarien diskutiert und Konzepte entworfen. Ausserdem ging es darum, über mögliche Positionen zu diskutieren, bezüglich der zu erwartenden Debatte zum Unterhaltsrecht.
Die Sitzung verlief konstruktiv und speditiv, die wichtigen Punkte sind geklärt und die Arbeit kann weitergehen. Wir werden nicht locker lassen und unsere Anliegen weiterhin auf dem nationalen Parkett einbringen. Es ist erfreulich, dass die verschiedenen Verbände nun endlich kooperativ zusammen an einem Strick ziehen - jetzt kommen wir nämlich wirklich voran.